FAQ

Wie können wir Ihnen behilflich sein?
  • Was ist CO2-Schneestrahlen?

    CO2-Schneestrahlen ist ein trockener, rückstandfreier Reinigungsprozess bei dem Trockeneisschnee durch Druckluft auf die zu reinigende Oberfläche beschleunigt wird. Dabei wirken unterschiedliche Mechanismen, die je nach Verschmutzung und Reinigungsgut unterschiedlich stark zum Reinigungseffekt beitragen. Der Trockeneisschnee mit einer Korngröße von 1-100µm entsteht erst an der Düsenspitze und hat keinen verschleißträchtigen Kontakt mit Düsenbauteilen.

  • Wie funktioniert das CO2-Schneestrahlen? (Reinigungsmechanismus an der Oberfläche, Strömungsgeschwindigkeit des Strahls, Partikelgröße des Schnees)

    An der Oberfläche des zu reinigenden Bauteils wirken folgende Mechanismen:

    • Verspröden von Verschmutzungen durch schnelles Abkühlen, thermische Ausdehnung
    • Abrasion durch übertragene Druck- und Scherkräfte
    • Lösung von Adsorptionsbindungen (Lösungsmittel)
    • Spülung (Volumenzunahme etwa 500fach bei Sublimation), d.h. die Verunreinigung wird weggeströmt – dies sogar aus Sacklöchern und anderen schwer zu reinigenden Bauteilgeometrien
    • Komplett überwachbares Reinigungsverfahren, auf Einzelbauteilbasis. Jedem gereinigten Bauteil kann ein Reinigungswert zugeordnet werden
  • Welche Umwelteinflüsse bestehen durch das CO2-Reinigungsverfahren?
    • Es entstehen bei der Reinigung mit CO2-Schnee keine Abwässer oder Reststoffe, die entsorgt werden müssen
    • Das verwendete CO2 ist zu 100 % klimaneutral und wird als Abfallprodukt, bspw. in der chemischen Industrie gewonnen
  • Welche Düsen können eingesetzt werden?
    • Einzeldüsen für partielle Reinigung
    • Für größere Flächen fassen wir mehrere Düsen zu Arrays zusammen
  • Nutzt sich die Düse ab?

    Unsere Technik arbeitet ohne Berührung des Strahlguts und damit verschleißfrei.

  • Tropft die Düse? Werden die Bauteile extrem kalt oder feucht?

    Unsere Düse tropft nicht – die Expansion des CO2 findet außerhalb der Düse statt, wodurch sie sich nicht abkühlt.
    Ihre Bauteile werden maximal oberflächlich abgekühlt – die Abkühlung des Bauteils lässt sich jedoch durch ein günstiges Verhältnis des kalten (CO2-Schnee) und warmen (Druckluft) Mediums einstellen. Zudem kann die Druckluft in unserem System erwärmt werden.

  • Wofür kann das CO2-Schneestrahlen eingesetzt werden?

    Grundsätzlich ist das Verfahren für alle Werkstoffe geeignet, da CO2-Schneestrahlreinigen nicht abrasiv ist.

    • Reinigen vor Lackier- und Beschichtungsprozessen – vom Schaltknopf bis zum Stoßfänger
    • Reinigen vor und nach Montage- und Fügeprozessen, z.B. Endreinigung empfindlicher mechatronischer Baugruppen im einbaufertigen Zustand.
    • Reinigen unterschiedlichster Bauteil-Geometrien z.B.:
      • Reinigen in Durchgangs- und Sacklöchern
      • Reinigen von großen Flächen
      • Produkte mit Höhenunterschieden da das Verfahren abstandstolerant ist
      • Partielles Reinigen

    Wenn Sie unsicher sind ob sich unser Verfahren für Ihre Produkte eignet, kontaktieren Sie uns – wir können Ihnen sicher weiterhelfen.

  • Welche Werkstoffe lassen sich mit dem CO2-Schneestrahlen bearbeiten?

    Grundsätzlich ist das Verfahren für alle Werkstoffe geeignet, da CO2-Schneestrahlreinigen nicht abrasiv ist. Es handelt sich um ein trockenes und schonendes Reinigungsverfahren, daher ist es ideal geeignet für die Reinigung sensibler und hygroskopischer oder offenporiger Oberflächen.

  • Welche Verunreinigungen lassen sich entfernen?

    Entfernung von partikulären Verschmutzungen, z.B. für die Einhaltung von Anforderungen im Bereich technische Sauberkeit

    • Schmauchspuren aus Laserbearbeitung
    • Späne/ Polierpaste nach Zerspanen
    • Laserablationsrückstände (MIDs)
    • Staub

    Entgraten/ Entflittern

    • Kunststoffspritzguss
    • Metallteile wie z.B. Implantate

    Filmische Verschmutzungen z.B. vor Fügeprozessen wie Schweißen / Kleben / Löten / Bonden

    • Öle/ Entformer/ Fette/ Fingerprints/ Schneidemulsionen/ Flussmittel
  • Wie sollte die gereinigte Oberfläche nachbehandelt bzw. getrocknet werden?

    Für eine Aktivierung der gereinigten Oberflächen benötigen Sie einen nachgeschalteten Prozess wie z.B. Beflämmen oder Plasmaaktivierung.
    Trocknen müssen Sie die Teile nicht, da das Verfahren trocken arbeitet.

  • In welcher Form kann die Automatisierung erfolgen?

    Eine Automatisierung erfolgt üblicherweise im One-Piece-Flow z.B. auch als hochautomatisierte Integration in (bestehende) Fertigungslinien (Industrie 4.0).

  • Welche Versorgungsmedien werden zum CO2-Schneestrahlen benötigt?

    Trockene (auf -20°C Drucktaupunkt getrocknet) und ölfreie Druckluft und flüssiges CO2 (Kohlendioxid) in technischer Qualität.

  • Woher kann Flüssig-CO2 bezogen werden?

    Flüssiges CO2 ist bei vielen Gasversorgern erhältlich – wenn Sie bereits Gase beziehen, sprechen Sie Ihren Lieferanten auf einen Bezug von Flüssig-CO2 an. Üblich ist eine Lieferung in Gasflaschen und Gasflaschenbündeln; bei großem Bedarf wird Ihr Gasversorger Ihnen einen Tank zur Verfügung stellen.

  • Kann eine geplante Anwendung vorab getestet werden?

    Es bestehen 3 Möglichkeiten unseren Prozess an Ihren Produkten zu erproben:

    • Versuche bei uns im Technikum
      • Sie kommen uns in Ditzingen mit Ihren Bauteilen besuchen und wir führen in Ihrer Anwesenheit Versuche an Ihren Produkten durch.
      • Alternativ können Sie uns Ihre Produkte zusenden und wir führen die Versuche hier im Technikum durch.
    • Versuche vor Ort beim Kunden mit mobilen Versuchsanlagen
      • Einer unserer Vertriebsmitarbeiter besucht sie und führt Versuche mit einem mobilen Reinigungssystem vor Ort z.B. in Ihrer Fertigung durch.
  • Gibt es CO2-Schneestrahlgeräte zum Mieten?

    Wir können Ihnen mobile Schneestrahlgeräte gegen ein Entgelt für die Erprobung Ihrer Anwendungen zur Verfügung stellen – unser Verkaufsteam hilft Ihnen gerne mit einem Angebot hierzu weiter.

  • Was gibt es beim Transport und der Lagerung von Flüssig-CO2 zu beachten?

    Während des Transports sollte das Eindringen von Wasser in den Behälter vermieden werden. Es sollte ausschließlich Ausrüstung verwendet werden, die entsprechend Druck und Temperatur geeignet sind. Zudem sollten Vorgaben und Hinweise des Gaslieferanten beachtet werden.
    Die Gasflaschen sollten an einem gut gelüfteten Ort bei einer Temperatur von weniger als 50°C gelagert und vor Umfallen gesichert werden.

Weitere Fragen?

Sollte Ihre Frage nicht gelistet oder nur unzureichend beantwortet sein, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an: info@acp-systems.com
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